Gehet hin in Frieden

Leise klingen sie nach diese Worte. Begibt sich die kleine Trauergemeinde auf das letzte Geleit des dahin Gegangenen.

Bleibt äußerlich wenig. Tun sich dafür innerlich Sternenmeere auf. Jeder funkelnde Stern eine Erinnerung. Einzigartig, unvergänglich, eingewoben in Liebe. Das, was bleibt. Miteinander verbindet, Brücken schlägt von Herz zu Herz. Auch zu lange nicht gesehenen Gesichtern.

Und plötzlich, während wir mit gesenkten Häuptern Abschied nehmen – jeder auf seine Weise – entsteht ein Gefühl des getröstet- und geborgen Seins. Tritt anstelle von Leere Wärme. Begegnen sich Blicke, drücken Hände einander, umarmen wir uns. In stiller Verbundenheit, neuer Zuversicht, Anteilnahme und Mitgefühl.

Breitet sich dennoch eine sanfte Linderung aller Schmerzen sowie tiefe Dankbarkeit aus. Für das, was ist. Und auch für das, was wir haben durften und haben. Unsere Familien, Angehörigen, Liebsten, Freunde, Bekannte, Mitmenschen. Die da sind, bleiben und zu uns gehören.

Ja, wir gehen dahin in Frieden. Im Bewusstsein, daß das Leben ein Geschenk ist und bleibt. Wir es und einander stets neu entdecken auf unserer Reise. Eingebettet in bedingungslose, himmlische, immerwährende, unendliche Liebe und Güte des All-Einen.

Mit neuem Mut, der Wunden allmählich verblassen lässt. Jetzt… indem wir weiterhin vertrauen, wagen, weiter machen.

Namasté

Gabriele Marie‘ Ana

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~ von gabriele15 - Januar 19, 2017.

4 Antworten to “Gehet hin in Frieden”

  1. O du Liebe!
    Ich umarme dich in Gedanken und wünsche dir, dass du es ganz intensiv fühlen kannst, das „Eingebettet-Sein in die bedingungslose, himmlische, immerwährende, unendliche Liebe und Güte des All-Einen.“
    Das sind so tröstliche, so nährende Worte … mögen sie dein und euer aller Herzen stärken und die bewegten Gemüter trösten.
    Von Herz zu Herz grüßt dich
    MarINa ❤ ❤

  2. Liebe Gaby, es könnte auf Manfreds Beerdigung gewesen sein. War es gestern, vor ein paar Wochen? Die Ergriffenheit und das Gefühl des Getragen-werdens… Die Seele, meine und seine, sie sind tief verbunden. Die Trauer, der Schmerz, sie sitzen tief. – Es braucht viel Zeit, genau wie die somatischen Beschwerden. “ Gehet hin in Frieden “ … Danke für diesen Weg. Herzlichst Antje

  3. Liebe Marina,

    danke für deine mitfühlenden lieben Worte. Unsere Herzen sind durch das Empfinden von Verbundenheit miteinander während der Beisetzung und auch danach beim herzlichen Zusammensein wahrlich gestärkt worden. Ganz sicher denken alle Beteiligten getröstet an diesen Tag und behalten ihn in angenehmer Erinnerung (was die Feier und das Beisammensein betrifft). Das ist doch auch ein Stückchen Heilung auf dem Weg des Loslassens und Trauerns.
    Von Seele zu Seele und ❤ zu ❤
    Gabriele

  4. Liebe Antje,

    ja du hast so Recht: alles hat und braucht seine Zeit im Leben. Vor allem wenn man ein weites Stück des Lebensweges miteinander geteilt hat. Das verbindet umso mehr und entsprechend groß ist Lücke wenn der andere nicht mehr an deiner Seite weilt. Doch im Herzen leben unsere Verstorbenen weiter. Auch das gibt Kraft und Zuversicht.
    Wünsche dir weiterhin gute Besserung und möge sich alles optimal gestalten und fügen. Liebe Grüße für ein entspanntes Wochenende
    schickt dir
    deine Gaby 🙂

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